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Entstanden im Textseminar zur Vorlesung "Antike Philosophie" im Sommersemester 2007 an der Universität Rostock. Auch als PDF-Version verfügbar.

Ideen
Welche Aufgaben sie haben und ob sie diese erfüllen

Inhalt

  1. Eine Geschichte voller Ideen
    1. Antike
    2. Neuzeit
    3. Heute
    4. Ich
  2. Aufgaben der Ideen
    1. Abstraktion
    2. Kategorisierung
    3. Intersubjektive Kommunikation von Konzepten
    4. Analyse & Synthese
    5. Kausalität & Regularität
  3. Die Erfüllung aller ideellen Aufgaben
  4. Effekte einer Ideenlehre
  5. Die Erfüllung gelehriger Aufgaben
  6. Nachwort
  7. Quellenverzeichnis und Anmerkungen

Aufgaben: Kategorisierung, intersubjektive Kommunikation von Konzepten, Analyse und Abstraktion.
Erfüllensfähigkeit: Durchaus.
Nun, freilich ist oben genanntes zwar eine Antwort, wohl auch informativ und mit etwas Glück einsichtig – aber nichts desto minder unbefriedigend.
Das Problem, diese Fragen ausschöpfend und hinreichend definitiv zu beantworten, liegt, unter Anderem, daran, daß der Begriff selbst einer Idee schwierig zu fassen ist. Wie üblich liegt zwischen dem allgemeinen Sprachgebrauch des Wortes und der eigentlichen „fachlichen“ Bedeutung ein großer Unterschied, der den Ideenbegriff aufweicht – ganz zu schweigen davon, daß diejenigen „vom Fach“ sich auch nicht einig sind, was eine „Idee“ nun ist.

1 Eine Geschichte voller Ideen

Einige Philosophen haben „Idee“ wie folgt verstanden.

1.1 Antike

„Die präsokratische Antike“, wenn ich das so formulieren kann, definiert den Begriff „idea“ (bzw. „eidos“ in der männlichen Form) effektiv nur als die „Form“ eines Gegenstandes; also die Eigenschaft aus Holz zu bestehen, vier Beine und eine Tischplatte zu haben. Platon sieht eine Idee als

Das (überirdische) ‚Urbild’, das Eigentliche, […] unveränderlich Seiende, das aller […] sinnlichen Erscheinung zugrunde liegt.I

Im Neuplatonismus ist die Idee das „oberste Weltprinzip“II.
Diese Begrifflichkeiten tauchen auch in Aristoteles Substanzlehre auf, u. a. beim Begriff to ti ên einai, das „was-es-war-zu-sein“, das ein Ding nach Art und Form bestimmtIII.
Die Stoa fasste Ideen als subjektive AllgemeinvorstellungIV auf.

Verschiedene Interpretationen des Ideenbegriffes unter diesen Definitionen existieren auch schon von den Definitoren selbst. Unter Anderem die Frage, ob Ideen existieren, und wenn dem so ist, wo und wie sie existieren. Beispielsweise läßt Platon im Dialog Parmenides einen fiktiven, jungen Sokrates das Opfer seiner eigenen Diskussionsweise werden, in dem er auf den wenigen Seiten den Ideen einige Qualitäten zuschreibt, die aber binnen kurzem als unzulänglich aufgezeigt werden. Darunter auch die Frage, ob Ideen in unserer konkreten Welt existieren, ob es konkrete Dinge gibt, die eine Idee selbst sind, oder ob Objekt insofern an Ideen teilhaben (methexis), als daß sie einen Teil der Idee innehaben, ob Ideen abstrakt existieren, oder auf einer anderen Seinsebene. Später faßt Platon Ideen als auf einer anderen Seinsebene existierend auf und viele der folgenden Philosophen schließen sich dieser Auffassung an.

1.2 Neuzeit

René Descartes greift diese Auffassung ebenso auf. In seinen Meditationen ist Descartes ein radikaler Skeptiker, als daß er alles anzweifle, dessen Wahrheit er nicht absolut gewiß sei – das bekanntlich im „cogito, ergo sum“ oder besser „Ich bin, ich existiere“ resultiert. Die Wachsanaolgie zeigte ihm, daß obwohl Wachs unter Temperatureinwirkung seine Form ändert, es immernoch als Wachs erkennbar ist. Demnach kann die Eigenschaft des „Wachsseins“ nicht aus sinnlichen Wahrnehmungen resultieren, sondern alleinig durch „faculty of judgementV. Die Unfähigkeit der Erkenntnis einer Idee mit den Sinnen sei ein wichtiger Punkt. Descartes habe eine Idee „Vorstellung“ genanntVI.
Immanuel Kant reduziert den Ideenbegriff auf

notwendige Vernunftbegriffe, für die es keinen Gegenstand in den Sinnen gibt […] die sich also nicht erkennen, wohl aber als für den praktischen Vernunftgebrauch gültig postulieren lassen.VII

Konkret sind dies: Unsterblichkeit, Freiheit, UnendlichkeitVIII.

Dem spekulativen deutschen Idealismus wird folgendes in die Feder gelegt:

Die Idee als Selbstbewegung des Absoluten, das sich als Tathandlung des Ich (Fichte), als Indifferenz von Natur und Geist (Schelling) oder im dialektischen Prozess der Geschichte (Hegel) zur Wirklichkeit bringt […]IX

1.3 Heute

Heute versteht man im Allgemeinen unter einer Idee einen Einfall oder einen neuen Gedanken. Wenn eine Idee Gestalt annimmt, kann sie z.B. auch zur Erfindung werden. Ideen warten in der Regel auf ihre Umsetzung. Um auf Ideen zu kommen, können verschiedene Techniken und Strategien angewendet werden. Häufig finden z.B. Kreativitätstechniken Verwendung, wie z.B. das Brainstorming.
Eine Idee ist darüberhinaus aber auch heute noch allgemein ohne den Aktualitätsbezug ein Gedanke oder eine Vorstellung. Darin findet sich auch der Grund für die Verwendung der Idee als Synonym für einen Plan oder eine Absicht. Bsp.: "Was hältst Du von der Idee etwas zu unternehmen?"
Eine Idee ist umgangssprachlich auch eine kleine Menge. Bsp.: "Eine Idee mehr Frieden und Freiheit darf's schon sein."X

1.4 Ich

… denke, es ist auch nach diesem kurzen Überblick deutlich, daß der Ideenbegriff schwer zu Fassen ist. Ebenso ist ersichtlich, daß eben dieser Begriff „Idee“ einer der fundamentalsten überhaupt ist, eine Antwort auf eine der grundlegendsten Fragen: Wie kann ich ein Ding als ein solches erkennen?

Offensichtlich muß jeder Tisch etwas Gemeinsames haben, daß wir ihn als Tisch erkennen und nicht als, beispielsweise, Polynom vierten Grades. Ich habe obig gezeigt, daß weitaus gebildetere und fähigere Menschen als ich sich dem Problem der Idee gewidmet haben, aber nichts desto weniger möchte ich einmal versuchen, für diesen Text zu beschreiben, was eine Idee im „philosophischen Sinn“ für mich ausmacht.

Wie oben denke ich, daß eine Idee zumindest ursprünglich die Antwort nach der Frage der Erkenntnis der Gleichheit zweier Dinge ist. Genau diese Frage steht am Anfang aller Ideen; diese einfachste aller Fragen wird (vermutlich) von den meisten deutlich unterschätzt. Es ist die Verwunderung darüber, daß ein jeder Mensch (so er über den Begriff verfügt) einen Tisch als Tisch erkennen kann, wenn er einen sieht – und zwar unabhängig davon, ob dieser Tisch rund, viel- oder wenig-eckig ist, ob er zwei, drei, vier, … Beine hat, aus Holz oder Metall oder Glas besteht usw. Was noch viel dramatischer erscheint, ist eben die Frage nach der Erkenntnis abstrakterer Konzepte, wie „Gut“, „Böse“, „Vier“ oder gar der „Idee“1 selbst und der Erkennens, daß zwei Objekte der gleichen abstrakten Idee teilhaftig sind. Aber was tun Ideen nun?

2 Aufgaben der Ideen

Ich möchte mich der Tendenz anschließen, die Ideen ihrer Funktion nach zu beschreiben. Bei dem kurzen Abriß der Ideengeschichte erhalte ich den Eindruck, daß frühere Philosophen Ideen eher nach ihrem Wesen charakterisieren („Das Urbild der Dinge“), spätere jedoch auch dazu neigen, Ideen nach ihrer Funktion zu beschreiben (als praktikabler „Vernunftbegriff“, als Tathandlung des Ich, …). Da ich bisher nicht fähig war, die Existenz einer Idee zu blicken, wohl aber deren Effekt auf „die Welt“, tue ich das ebenso.

2.1 Abstraktion

Abstraktion [lateinisch]: das Absehen vom Besonderen, Einzelnen, Sinnlichen, um das begrifflich Allgemeine zu erhalten.XI

Diese Begriffsdefinitionen kommen Platons Auffassung des Wesens der Ideen relativ nahe. Einmal an meinem beliebten Tisch betrachtet, bedeutet für mich die Idee des Tisches von einer konkreten Implementation abzusehen. Die Idee „Tisch“ übersteigt die Beschränkung auf konkrete Materialien, Formen, Funktionen und beliebige andere konkrete Kombinationen von Einzelkomponenten und Qualitäten. Hier ist die Frage selbstverständlich erlaubt, was genau nun die Idee abstrahiert. Vermutlich ist die Idee des Tisches das Abstraktum zusammengesetzt aus Funktion, Form und anderen Qualitäten, als daß ein Findling auch der Funktion nach ein Tisch sein kann, aber auch eine Plastikfolie auf vier Strohhalmen der Form nach ein Tisch ist, aber nicht der Funktion. Genauere Betrachtungen gehen aber über den Rahmen dieser Arbeit hinaus.

2.2 Kategorisierung

Kategorisierung ist der Prozess, bei dem unterschiedliche Objekte als gleichwertig betrachtet werden.XII

Sobald ein Objekt abstrahiert wurde, man gewissermaßen die Essenz des Objektes geschaut hat, ist es möglich gleiche oder zumindest gleichartige, im Sinne von essenzähnlichen, Objekte mit der gleichen Vorstellung zu Verknüpfen.

Sobald ich ersteinmal das Abstraktum des Tisches habe, ist es ein leichtes, weitere Tische als solche zu erkennen. Auch wenn ich ein Ding, das da zwischen zwei Sofas steht, das drei Beine und (Maler-)Palettenform hat, noch nie gesehen habe, kann ich aus der Idee „Tisch“ ableiten, daß dies ebenso ein Tisch ist – oder zumindest sein könnte. Die Tischidee hilft mir, Objekte in Kategorien einzuordnen und als Objekte dieser zu Erkennen.

2.3 Intersubjektive Kommunikation von Konzepten

Das Wort Konzept […] kann unterschiedliche Bedeutungen haben:
1. ein mentales Bild, d.h., ein Begriff […]
Ein Konzept ist eine Menge generischer, enthaltender und akzeptierter Ideen. […]
Akzeptiert: Die dem Konzept zugrundeliegenden Ideen müssen sämtlichen Adressaten des Konzepts vermittelbar sein […].XIII
Begriff [m. 1] 1 in einem Wort zusammengefasster Inhalt einer Vorstellung, eines Gedankens […]XIV

Ohne Ideen2 wäre die heutige relativ allumfassende3 Kommunikation nicht möglich. Je mehr sich die besprochenen Themen dem Abstrakten nähern, wie in der Philosophie, in der Informatik, in der Mathematik, desto schwieriger ist es, bestimmte Sachverhalten umfassend zu übertragen. Wenn in der Mathematik über über Körpern aufgespannte Vektorräume n-ter Ordnung gesprochen wird, wenn Informatiker Objektorientierung diskutieren, wenn Philosophen die Feinheiten von ebensolchen Themen wie „Ideen“ oder dem freien Willen diskutieren, greifen alle auf bereits verbreitete Vorstellungen, auf bekannte Ideen zurück. Auf eine andere Art und Weise ist es schlicht unmöglich sich zu unterhalten.

Auch bei weniger esoterischen Themen ist es von Nutzen, bereits bekannte Ideen und Konzepte zu nutzen, um einfach den Informationsdurchsatz zu erhöhen. Professor Luksch sagt über den Informationsgehalt einer Nachricht:
Im Alltag, insbesondere in den Medien versteht man unter Informationen in erster Linie Neuigkeiten, meist Berichte von bedeutenden Ereignissen. Ein solcher Bericht ist umso informativer, für je unwahrscheinlicher wie das Ereignis halten. Ein Schneesturm auf der Zugspitze ist eine weniger interessante Nachricht, als ein Schneesturm in Rom.XV

Wenn nun also zwei Personen sich miteinander unterhalten, werden beide demnach ganz natürlich auf die ihrer jeweiligen (Sub-)Kultur eigene Lingo zurückgreifen, um den Informationsgehalt ihrer Nachrichten zu maximieren. Dies setzt aber ebenso voraus, daß beide Gesprächspartner über die Konzepte (⇒Ideen) verfügen, die die Worte repräsentieren (was bei einigen Begriffen äußerst umfangreich, ob der wortinhärenten Subtilitäten, sein kann; z. B. „Idee“, „magick“XVI).

2.4 Analyse & Synthese

Analyse: Zergliederung eines Ganzen in seine Teile und Untersuchung der Teile im Verhältnis zum Ganzen.XVII

Wie Einstein einmal sagte, „if we knew, what we are doing, if would not be called research”XVIII, so ist es nicht immer möglich zu wissen, mit was genau man in einem Moment zu tun hat. Nichts desto minder sind Ideen hilfreich bei der Analyse (bzw. Induktion, aber auch Synthese, bzw. Deduktion) bestimmter Sachverhalte und Objekte. Selbstverständlich kann ich meinen vielgenutzten Tisch auch in kleine Teile zerhacken, ohne vorher auch nur annähernd geahnt zu haben, daß es sich hierbei um einen Tisch gehandelt haben könnte. Um aus den so gewonnenen Sägespänen Rückschlüsse auf Qualitäten von Tischen oder deren Holzgehalt zu ziehen, ist es äußerst Hilfreich, die dem Ausgangsobjekt anhaftenden Ideen zu kennen. Auch die Kenntnis von Holz und deren Verarbeitungsprodukten ist bei der Analyse von Tischen (so sie denn aus Holz bestehen) hilfreich.

So wie die Kenntnis des Ganzen bei dem Verständnis des Teils hilft, kann es bei der Synthese von Vorteil sein zu wissen, mit welchen Teilen gerade experimentiert wird, um „a priori“, lies: vor Durchführung, eine Vorstellung zu haben, was das Ergebnis sein könne oder auch sein soll. Reichen Sie tausenden von Affen eine Platine, einen Haufen Elektronikkomponenten und einen Lötkolben, wird einer von diesen sicherlich irgendwann ein Funkgerät herstellen. Reichen Sie diese Dinge einem Fachelektriker, braucht man höchstwahrscheinlich nur einen.

2.5 Kausalität & Regularität

„Jeden Tag geht die Sonne auf.“ Unabhängig der Kontroverse um die Möglichkeit des wirklichen Wissens dieses Faktums gegenüber dem bloßen Annehmens desselben, kann dieser Satz wohl kaum nachvollzogen, geschweige denn erstellt werden, ohne sich des Konzeptes des Tages bewußt zu sein. Ohne das Verständnis sowohl der Prämissen als auch der Conclusio ist korrektes Schlußfolgern, oder auch das Erkennen von Kausalitäten nicht möglich. Sehr wohl ist ohne Ideen möglich, Korrelationen zu erkennen – ich kann auch, ohne das Konzept des Tages wirklich zu kennen, feststellen, daß auch nach diesem Schlafzyklus wieder ein helles Objekt am Himmel klebt und mich zum Schwitzen bringt; aber wohl kaum mich hinreißen lassen zu behaupten, es passiere jeden Tag.

3 Die Erfüllung aller ideellen Aufgaben

Ich denke, ich habe in meinen Erläuterungen zu den Aufgaben klar gemacht, daß ich der Meinung bin, daß wir ohne Ideen praktisch nicht existieren können. Insofern erscheint es mir imminent festzustellen, daß die Ideen die ihnen von mir gestellten Aufgaben durchaus erfüllen.

4 Effekte einer Ideenlehre

Nun habe ich zwar viel über Ideen selbst gesagt, aber weniger über die Ideenlehre. Angesichts der Auswirkungen, die Ideen auf uns haben, erscheint es nur natürlich, daß sich eine „Wissenschaft“ bildet, die sich der Erforschung der Ideen widmet. Die Aufgaben, die eine Ideenlehre hat, sind selbstverständlich auf der einen Seite anders strukturiert, als die der Ideen selbst; andererseits gibt es durchaus gleichartige Aufgaben: Die Ideenlehre analysiert Ideen, sucht Regelmäßigkeiten und Abstraktion und versucht selbst wiederum eine Kategorisierung der Ideen, beispielsweise nach Ideen materieller (Tisch) und immaterieller (Freiheit) Objekte. Da ich die Begriffe obig bereits erläuterte, gehe ich hier nicht nocheinmal darauf ein.

5 Die Erfüllung gelehriger Aufgaben

Im Laufe des Textes ist, so hoffe ich, klar geworden, daß über Ideen eine große Uneinigkeit herrscht – es ist offenbar, daß die Ideenlehre die Aufgaben der Analyse und Klassifikation keineswegs zur Zufriedenstellung erfüllt hat. Genauso allerdings hat die Beschäftigung mit Ideen doch dazu geführt, daß Menschen über die Arten und Weisen zu denken nachdenken und meiner Meinung nach steht außer Zweifel, daß dies Erkenntnisse über uns selbst liefert. Ich glaube nicht, daß die Menschheit mit einem Phänomen leben kann, ohne es zu untersuchen – wir werden wohl nie so etwas wie „Ideen“ loswerden und deswegen wird wohl auch die Ideenlehre niemals aussterben. Und wer weiß schon, zu welchen Erkenntnissen die Ideenlehre in der Zukunft kommen wird?

Abschließend kann ich sagen, daß die Ideenlehre die an sie gestellten Anforderungen nicht erfüllt hat – noch –, aber sie ist unsere einzige Methode doch zu den Antworten zu gelangen. Ich fürchte, unabhängig davon, ob wir jetzt Erkenntnisse haben, die sich „in bare Münze wandeln lassen“, wie so oft gefordert, werden die Ideen und die Ideenlehre uns nicht so schnell verlassen.

6 Nachwort

Ich bedaure, daß ich in diesem Text Begriffe vorab verwenden muß, die Inhaltlich von dem behandelten Thema abhängen. Zum Beispiel der Begriff der Qualität, der sich in diesem Text inhaltlich mit dem Begriff der Idee selbst überschneidet. Bedauerlicherweise ist das Thema auf andere Art bestenfalls schwierig aufzuarbeiten.

Dazu bitte ich nachzusehen, daß ich die eingangs erwähnten Zitate (S. 1.1, 1.2) nicht anhand von Primärquellen belegte. Es schien mir „overkill“ zu sein, Aristoteles, Fichte, Schelling und Hegel „zu wälzen“, um diese Aussagen zu belegen. In meiner Naivität will ich einer solchen Internet-Quelle einmal glauben schenken.

Wie ich auch schon sagte, habe ich dargelegt, warum ich meine, daß wir ohne Ideen nicht leben können. Ich bin mir durchaus bewußt, daß der Begriff „Idee“ ein bestenfalls umrissener, keinesfalls jedoch ein wohldefinierter ist. Ich gestehe auch, daß ich mich, zumindest zum gegenwärtigen Zeitpunkt, sowie bei dem gegebenen Umfang dieses Dokumentes, nicht fähig sehe, eine solche Definition zu geben. Es gibt in den Ausführungen sicherlich Überschneidungen zwischen den Begriffen „Vorstellung“, „Idee“, „Konzept“, aber ich hoffe, daß entgegeben wissenschaftlichen Handelns, ich meine Ansichten transportieren konnte.

Quellenverzeichnis und Anmerkungen