C'est la vie – C'est la mors.

Fragt man, was das Gegenteil von „Leben“ sei, behaupte ich, die Antwort wird beinahe immer „Tod“ sein*. Doch ich wundere mich, wie kann der Tod das Gegentei von Leben sein? (Nein, dies ist kein omg-ich-bin-so-goth-ich-pinkle-rasiermesser-eintrag - eher noch Linguistisch als das.)

Leben ist nicht nur ein Zeitpunkt, ist nicht nur ein Zustand. Leben ist ein immerwährender Prozess dem wir alle unterliegen. Leben ist diejenige Qualität, die uns von Häusern, Steinen, Regen, von Objekten unterscheidet, die lediglich existieren. Wir, zumindest derjenige Teil von uns, der anderen Entitäten adressierung unser Persönlichkeit ermöglicht (a.k.a. „Körper“), existieren auch nach dem Zeitpunkt, den wir den Tod heißen.
Ist es nicht so, daß für uns der Begriff des Todes bestenfalls die Zeitspanne des Überganges in das sogenannte Leben – wieder ein Leben – nach dem Tode? So ist der Tod doch inhärent ein Zeitpunkt („Punkt“ etwas salopp relativ zur gesamten Zeitachse) oder zumindest ein Zustandsübergang vom Leben zu dem Großen Danach.

Demnach kann ich es nicht ändern – Dies beinahe grenzenlose Wort Leben zusammen mit dem zu vergleichen, das zwar das Leben beendet aber keineswegs negiert, scheint mir doch im Allgemeinen ungünstig.

Freilich kann man mich nun fragen, was denn das Gegenteil von Leben sei. Dies kann ich nicht beantworten. Was ist das Gegenteil von „lügen“? Ich meine nicht das Gegenteil einer Lüge. Das Gegenteil von lügen.
Oder noch anders: Definiere Lüge ohne den Begriff der Wahrheit zu nutzen. Oder noch besser – Was ist Wahrheit?
Auch Fragen, die ich nicht beantworten kann.

* Unqualifizierte Annahme des Autors

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